____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Carson McCullers
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Lula Carson McCullers, geb. Smith [] (* 19. Februar 1917 in Columbus, Georgia; â 29. September 1967 in Nyack, New York), war eine US-amerikanische Schriftstellerin.
In ihren literarischen Werken griff McCullers vor allem traditionelle Themen der SĂźdstaatenliteratur auf wie die Einsamkeit und Kommunikationslosigkeit des Individuums oder die Perversion von Liebesbeziehungen, die sie in der Atmosphäre des SĂźdens feinfĂźhlig gestaltete. Dabei stehen in ihren bekannteren Werken Menschen im Mittelpunkt, die aufgrund einer kĂśrperlichen Behinderung oder aus anderen GrĂźnden zu den AuĂenseitern zählen, so beispielsweise der taubstumme Protagonist John Singer in dem 1940 verĂśffentlichten Roman The Heart is a Lonely Hunter (deutsch: Das Herz ist ein einsamer Jäger), der bucklige Zwerg Lymon Willis in der 1951 erschienenen Novelle The Ballad of the Sad CafĂŠ (deutsch: Die Ballade vom traurigen CafĂŠ) oder die sich nach Liebe sehnende Jugendliche Frankie Adams in dem 1946 verfassten Roman und 1950 als BĂźhnenstĂźck adaptierten The Member of the Wedding (deutsch: Mit von der Partie).
Contents
⢠Leben
⢠1917â1940
⢠1941â1967
⢠Werke
⢠Verfilmungen
⢠HÜrbßcher
⢠Sonstiges
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Belege
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Leben
1917â1940
Lula Carson Smith war das erste Kind von Lamar und Marguerite Waters Smith. Als Tochter eines Uhrmachers und Juweliers verbrachte sie eine behĂźtete, wenngleich von einer gewissen FrĂźhreife geprägte Kindheit. Schon mit fĂźnf fing sie an, Klavier zu spielen, bekam vom zehnten Lebensjahr an Klavierunterricht und beschloss drei Jahre später, Konzertpianistin zu werden. 1932 erlitt sie einen ersten Rheumaanfall â ein Krankheitsbild, das ihre Gesundheit fĂźr den Rest ihres Lebens erheblich beeinträchtigen sollte. Sie beschloss, Schriftstellerin zu werden, und fing 1933 an, Erzählungen und TheaterstĂźcke zu verfassen. Nach dem Abschluss der High School verlieĂ sie Georgia im September 1934 und fuhr mit einem Dampfboot nach New York, wo sie an der Juilliard School of Music ein Studium als Pianistin beginnen wollte. Nachdem sie jedoch ihr Unterrichtsgeld in der U-Bahn verloren hatte, versuchte sie mit einer Reihe von Gelegenheitsjobs ihre nunmehr ins Auge gefasste schriftstellerische Tätigkeit zu finanzieren. Nebenher nahm sie an Kursen in Kreativem Schreiben an der New York University teil.cite-ref-1[1]
Im Dezember 1936 erschien ihre erste Erzählung, Wunderkind, in der Zeitschrift Story; in denselben Zeitraum fallen die ersten schweren Anfälle ihres Gelenkrheumatismus. 1936 lernte sie den Unteroffizier und Bankangestellten Reeves McCullers (1913â1953) kennen, heiratete ihn im September 1937 und zog mit ihm nach Charlotte in North Carolina. Noch im selben Jahr begann sie mit der Arbeit an ihrem ersten Roman The Mute, den sie 1939 abschloss. Ebenfalls 1939 schrieb sie einen zweiten Roman Reflections in a Golden Eye. 1940 wurde The Mute unter dem Titel The Heart is a Lonely Hunter (deutsch Das Herz ist ein einsamer Jäger) verĂśffentlicht und brachte Carson McCullers den Durchbruch zum Erfolg.cite-ref-2[2] Ebenso erschien Reflections in a Golden Eye in Harperâs Bazaar. Der neue Titel fĂźr ihr Buch The Mute (Der Stumme) wurde ihr vom Verlag auferlegt. McCullers gefiel der neue Titel allerdings sehr gut.
In New York lernte sie die Schweizer Schriftstellerin und Journalistin Annemarie Schwarzenbach kennen und verliebte sich Hals Ăźber Kopf in sie. Diese erwiderte ihre GefĂźhle nicht,cite-ref-3[3] blieb während ihrer Zeit in den USA jedoch mit den McCullers befreundet und schrieb mehrere wohlwollende Rezensionen zu McCullersâ DebĂźtroman The Heart is a Lonely Hunter.
1941â1967
Im Laufe der Jahre verschlechterte sich McCullers Gesundheitszustand erheblich. Sie litt an Herz- und Kreislaufproblemen, erlitt einen Schlaganfall mit SehstÜrungen und teilweiser Lähmung, hinzu kam eine Lungenentzßndung.
Daneben gestaltete sich die Beziehung zu ihrem Ehemann äuĂerst konfliktreich, da beide bisexuell waren, so dass McCullers schlieĂlich die Scheidung einleitete, die 1941 vollzogen wurde.cite-ref-4[4] Sie schloss sich nun der KĂźnstlerkommune February House im New Yorker Stadtteil Brooklyn Heights an, der u. a. auch W. H. Auden, Christopher Isherwood, Benjamin Britten, Richard Wright, Salvador DalĂ und Virgil Thomson angehĂśrten.
Im Februar 1945 heiratete sie Reeves zum zweiten Mal und erwarb ein Haus in South Nyack, in dem sie â zuletzt allein â bis zu ihrem Tod lebte. VorĂźbergehend hielten sich beide von 1945 bis 1947 auch in Europa auf, wo McCullers ihren zweiten und dritten Schlaganfall erlitt, der sie linksseitig lähmte. 1946 verĂśffentlichte sie The Member of the Wedding (dt. Das Mädchen Frankie, 1947);cite-ref-5[5] 1948 versuchte sie sich umzubringen und wurde in New York in ein Krankenhaus eingewiesen.
1950 fand die UrauffĂźhrung des StĂźcks The Member of the Wedding in New York statt, das noch im selben Jahr den New York Drama Criticsâ Circle Award fĂźr das beste neue StĂźck erhielt. 1951 erschien die Novelle The Ballad of the Sad CafĂŠ. 1952 wurde sie in die American Academy of Arts and Letters gewählt.cite-ref-6[6] 1953 kam es zu einer erneuten Ehekrise, die am 19. November in Paris zum Suizid ihres Mannes fĂźhrte.cite-ref-7[7]
1955 hielt sich McCullers mit Tennessee Williams fßr einige Zeit in Key West auf, wo sie unter anderem an Theaterversionen von The Ballad of the Sad CafÊ und The Square Root of Wonderful arbeitete. Letzteres wurde 1957 in New York uraufgefßhrt; die Resonanz fiel jedoch gemischt aus. 1961 erschien der Roman Clock Without Hands. McCullers war zu dieser Zeit bereits schwer gehbehindert und weitgehend auf einen Rollstuhl angewiesen. 1962 musste sie mehrmals operiert werden, wobei ihr unter anderem die linke Brust amputiert wurde. 1964 brach sie sich bei einem Sturz mehrere Knochen. 1967 erlitt sie einen erneuten Schlaganfall und starb kurze Zeit später an einer Hirnblutung.
Literarisches Gesamtwerk
Das literarische Werk, das Carson McCullers hinterlieĂ, ist vom Umfang her gesehen relativ schmal, aber gewichtig, wenngleich durch eine Reihe von WidersprĂźchen gezeichnet. Ihrem frĂźhen Ruhm steht ein von schwerer Krankheit und persĂśnlichen Beziehungsproblemen bestimmtes, frĂźhvollendetes Leben gegenĂźber, das sich auch in den Themen ihres literarischen Schaffens spiegelt.
So spielt in ihrem Gesamtwerk die Thematik der Liebe sowie der physischen und psychischen Krankheit eine besondere Rolle und kann in einem allgemeinen Sinne auch als durchaus autobiografisch geprägt verstanden werden. Die Kommunikationslosigkeit des Menschen, die UnmĂśglichkeit erfĂźllter Liebesbeziehungen, die in kĂśrperlicher Abnormität sich äuĂernde geistig-seelische Vereinzelung manifestieren sich gleichfalls in ihrem persĂśnlichsten Werk The Member of the Wedding â vor dem Hintergrund einer behĂźteten Jugend im amerikanischen SĂźden in grauer, wenn nicht gar schrecklicher Form abhebend.
Dieser existenzialistische Grundzug in ihrem gesamten Werk, der sie in Ăbereinstimmung mit dem Zeitgeist, wie Popp anmerkt, durchaus in die Nähe Sartres rĂźckt, ist ebenso in The Ballad of the Sad CafĂŠ erkennbar, das in der Literaturkritik als HĂśhepunkt ihres Schaffens gilt.
Die existenzialistische Grundorientierung von Carson McCullers steht im Zusammenhang mit ihrer Darstellung von zumeist einseitigen Liebesbeziehungen, in der ihre Charaktere versuchen, ihre Identität zu finden oder zu bewahren. Dieses Wechselspiel zwischen aus McCullersâ Sicht naturgegebener Isolation und Kommunikationsunfähigkeit des Individuums und den oft scheiternden Versuchen, ebendiese Isolation oder Kommunikationslosigkeit durch Liebe und Engagement sowie Mitleid zu Ăźberwinden, kann als ein wesentlicher Kern der literarischen Aussage von Carson McCullers betrachtet werden.cite-ref-8[8]
Ihr Spätwerk, das Anfang der 1960er Jahre nach mehr oder weniger fast 10-jähriger Schreibpause entstanden ist, fällt demgegenßber stark ab und zeigt ihre schon ein Jahrzehnt vor ihrem Tode erschÜpfte Schaffenskraft: Im Vergleich zu ihrem Frßhwerk ist Clock without Hands in inhaltlicher Hinsicht eher banal und in der kßnstlerisch-technischen Gestaltung weitgehend konventionell, wenngleich Carson McCullers in dieser Schaffensphase sich gegen ihren kÜrperlichen und kßnstlerischen Verfall tapfer aufzubäumen versucht.cite-ref-9[9]
Literaturgeschichtlich kann Carson McCullersâ Werk in die Southern Renaissance des 20. Jahrhunderts eingereiht werden; der fĂźr die Literatur des amerikanischen SĂźdens charakteristische sense of place and time (dt. sinngemäà âBewusstsein von Ort und Zeitâ) findet sich bei ihr ähnlich wie bei Faulkner in ganz besonderer Weise: In ihren bedeutendsten Prosawerken ist stets die kleine Stadt des SĂźdens mit ihrem ewigwährenden Sommer Schauplatz und Akteur zugleich. Dabei wird die Zeit von ihr nicht nur jahreszeitlich-symbolisch, sondern durchaus auch zeitgeschichtlich gestaltet. So spiegelt The Heart is a Lonely Hunter die amerikanische Sozial- und Rassenproblematik der 1930er Jahre, The Member of the Wedding den Zeitraum des Zweiten Weltkriegs und Clock Without Hands die BĂźrgerrechtsbewegung der 1950er Jahre.cite-ref-10[10]
Trotz der sĂźdstaatlichen Atmosphäre, die sich durch McCullersâ Werk zieht, ist sie in ihrem Schaffen jedoch nicht vom sĂźdstaatlichen Regionalismus eingeengt, sondern urbaner bzw. kosmopolitischer orientiert. Ebenso fehlt in ihrem Werk die âgenteel traditionâ (d. h. die spezifisch feminine Note der Eleganz oder Vornehmheit), die die weiblichen Schriftstellerinnen des SĂźdens wie beispielsweise Katherine Anne Porter kennzeichnet. Carson McCullersâ poetisch-schwermĂźtiges, teilweise nahezu melodramatisches, stets bild- und metaphernreiches Werk ist eher dem von Tennessee Williams oder Truman Capote vergleichbar.cite-ref-11[11]
The Member of the Wedding weist ebenso â in der Tradition des Bildungsromans stehend â bis in die Einzelheiten thematische Parallelen zu J. D.Salingers The Catcher in the Rye (dt. Der Fänger im Roggen) auf; auch McCullers gestaltet den Prozess der Selbstfindung der jugendlichen Protagonistin Frankie Addams wie bei Holden Caulfield in Salingers Roman als âradical innocenceâ (dt. sinngemäĂ: âradikale Unschuldâ), mithin einem Ăberwechseln aus der heilen Kinderwelt in die falsche oder unechte (âphonyâ) Welt der Erwachsenen.cite-ref-12[12]
Neben dem sĂźdstaatlichen Element und der Entwicklungs- bzw. Initiationsthematik steht in dem literarischen Schaffen von Carson McCullers vor allem die Thematik des ungelebten Lebens bzw. des Ausharrens in einem als unlebbar erkannten Leben im Vordergrund, die ihrem Werk eine ganz besondere Stellung in der neueren amerikanischen Literatur verleiht.cite-ref-13[13]
Der Stoff, den McCullers stets aufs Neue variiert, ist der der schmerzhaften Selbstfindung, des frustrierten Verhältnisses des Ichs zum anderen oder zur Welt, die Flucht in die trostspendende Gemeinschaft eines CafĂŠs oder Camps. In ihrer Darstellung der existenziellen Not des Menschen bzw. der Ausweglosigkeit der menschlichen Existenz ebenso wie in der Ăkonomie der Gestaltung ist McCullersâ literarisches Werk auch durchaus mit dem von Ernest Hemingway vergleichbar. Ihr Stil und ihre Charakterschilderungen sind Ăźberwiegend sparsam gestaltet und oft in poetischer oder symbolischer Absicht stark verdichtet in der âSymmetrie einer literarischen Kompositionâ, die an die bis zu ihrer Lähmung begabte Pianistin erinnert.cite-ref-14[14]
Werke
⢠1940 The Heart is a Lonely Hunter. Roman.
⢠Das Herz ist ein einsamer Jäger. dt. von Karl Heinrich. Kantorowicz, Berlin 1950.
⢠Das Herz ist ein einsamer Jäger. dt. von Susanna Rademacher. Scherz&Goverts, Stuttgart / Hamburg 1952.
⢠HÜrbuch, Gelesen von Elke Heidenreich, Regie: Leonie v. Kleist. Random House Audio, KÜln 2004, ISBN 3-89830-687-9.
⢠1941 Reflections in a Golden Eye. Roman.
⢠Der Soldat und die Lady. dt. von Richard Moering. Goverts, Stuttgart 1958.
⢠Spiegelbild im goldnen Auge. dieselbe Ăbersetzung. Diogenes, ZĂźrich 1966. (1974, ISBN 3-257-20144-3)
⢠1946 The Member of the Wedding. Roman.
⢠Das Mädchen Frankie. dt. von Richard Moering. Parnass, Stuttgart 1951.
⢠Frankie. dieselbe Ăbersetzung. Diogenes, ZĂźrich 1965. (1974, ISBN 3-257-20145-1)
⢠1950 The Member of the Wedding. Bßhnenstßck.
⢠Mit von der Partie. Schauspiel, dt. von Annie u. Peter Capell. S. Fischer, Frankfurt am Main ca. 1955.
⢠1951 The Ballad of the Sad CafÊ. Erzählungen.
⢠A Tree, a Rock, a Cloud (ErstverÜffentlichung 1942)
⢠Ein Baum, ein Felsen, eine Wolke., dt. von Elisabeth Schnack. Diogenes, Zßrich 1961
⢠Die Ballade vom traurigen CafÊ., dt. von Elisabeth Schnack. Diogenes, Zßrich 1961
⢠Die Mär von der glßcklosen Schenke. Erzählung, dt. von Wolfgang von Einsiedel. Reclam, Stuttgart 1954. (1970, ISBN 3-15-007848-2)
⢠Sprechplatte, gelesen von Maria Wimmer. Deutsche Grammophon, Hamburg 1970.
⢠HÜrbuch, gelesen von Elke Heidenreich, Regie: Leonie v. Kleist. Diogenes, Zßrich 2006, ISBN 3-257-80014-2.
⢠1958 The Square Root of Wonderful. Bßhnenstßck.
⢠Die Quadratwurzel aus wundervoll. Stßck in 3 Akten; dt. von Maria Carlsson. S. Fischer, Frankfurt am Main 1962.
⢠1961 Clock Without Hands. Roman.
⢠Uhr ohne Zeiger. dt. von Elisabeth Schnack. Diogenes, Zßrich 1962. (1972, ISBN 3-257-00917-8)
⢠1964 Sweet as a Pickle and Clean as a Pig. Gedichte.
⢠Sßss wie 'ne Gurke und rein wie ein Schwein. Nachdichtung von Eva Demski. SchÜffling, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-89561-019-4.
⢠1967 The March. Novelle.
⢠Der Marsch. dt. von Elisabeth Schnack. Diogenes, Zßrich 1968. (1973, ISBN 3-257-20092-7)
⢠1972 The Mortgaged Heart. nachgelassene Texte.
⢠1999 Illumination and Night Glare. postum erschienene Autobiographie
⢠Die Autobiographie. Hrsg. und mit einer Einleitung versehen von Carlos L. Dews, dt. von Brigitte Walitzek. SchÜffling, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-442-73159-3.
⢠Gesammelte Erzählungen (Ăbersetzt von Elisabeth Schnack), Diogenes, ZĂźrich 2005, ISBN 978-3-257-23502-9.
⢠Romane, 4 Bände, Diogenes, Zßrich 2011, ISBN 978-3-257-06800-9
Verfilmungen
⢠1953: Das Mädchen Frankie (The member of the wedding) â Regie: Fred Zinnemann
⢠1967: Spiegelbild im goldenen Auge (Reflections in a Golden Eye) â Regie: John Huston
⢠1968: Das Herz ist ein einsamer Jäger (The Heart Is a Lonely Hunter) â Regie: Robert Ellis Miller
⢠1985: Das freche Mädchen (L'effrontĂŠe) â Regie: Claude Miller
⢠1990: Die Ballade vom traurigen CafĂŠ (The ballad of the sad cafĂŠ) â Regie: Simon Callow
HĂśrbĂźcher
⢠Das Herz ist ein einsamer Jäger. Gekßrzte HÜrbuchfassung, gelesen von: Elke Heidenreich. Random House, KÜln 2004, ISBN 3-89830-687-9, Neuauflage: 7 CDs (478 Min.), Diogenes, Zßrich 2011, ISBN 978-3-257-80311-2.
⢠Die Ballade vom traurigen CafÊ. Erzählung. Sprecherin: Elke Heidenreich. Diogenes, Zßrich 2006, ISBN 978-3-257-80014-2.
⢠Madame Zilensky und der KĂśnig von Finnland. Zwei Erzählungen. Sprecherin: Elke Heidenreich. Diogenes, ZĂźrich 2008, ISBN 978-3-257-80082-1 (enthält auĂerdem: Ein Baum, ein Felsen, eine Wolke).
⢠Wunderkind. Die schĂśnsten Erzählungen. UngekĂźrzte Lesung von Elke Heidenreich. 4 CDs, Diogenes, ZĂźrich 2001, ISBN 978-3-257-80310-5 (enthält auĂerdem: Madame Zilensky und der KĂśnig von Finnland; Ein Baum, ein Felsen, eine Wolke; Der Nomade; Ein häusliches Dilemma; Wer hat den Wind gesehen?; Sucker).
Sonstiges
Das Album Lover, Beloved: Songs from an Evening with Carson McCullers der US-amerikanischen Sängerin Suzanne Vega handelt von dem Leben und Werk McCullers. Die enthaltenen Stßcke basieren auf dem von Vega und Duncan Sheik verfassten Theaterstßck Carson McCullers Talks About Love.
Literatur
⢠Harold Bloom (Hrsg.): Carson McCullers. Chelsea House, New York 1986, ISBN 0-87754-630-4.
⢠Thomas Blubacher: âDer Schock war gewaltig.â Carson McCullers schreibt Ruth Landshoff-Yorck Ăźber Annemarie Schwarzenbach. In: Sinn und Form, Heft 5/2019, ISBN 978-3-943297-49-2, S. 585â590.
⢠Virginia Spencer Carr: The lonely hunter. A biography of Carson McCullers. Doubleday, Garden City 1975, ISBN 0-385-04028-8.
⢠Virginia Spencer Carr: Understanding Carson McCullers. University of South Carolina Press, Columbia 1991, ISBN 0-87249-661-9.
⢠Richard M. Cook: Carson McCullers. Ungar, New York 1975, ISBN 0-8044-2128-5.
⢠Gerd Haffmans (Hrsg.): Ăber Carson McCullers. Diogenes, ZĂźrich 1974, ISBN 3-257-20147-8.
⢠Barbara Landes: Die Ballade vom Wunderkind Carson McCullers. Roman. Ebersbach & Simon, Berlin 2016, ISBN 978-3-86915-131-1.
⢠Alexandra Lavizzari: Fast eine Liebe. Carson McCullers und Annemarie Schwarzenbach. Ebersbach & Simon, Berlin 2017, ISBN 978-3-86915-139-7.
⢠Azar Nafisi: âCarsonâ, in dies.: Republic of imagination. The case for fiction. Illustrations by Peter Sis. Heinemann, London 2014, ISBN 978-0-434-02215-1, ISBN 978-0-434-02216-8, S. 211â289.
⢠Klaus-JĂźrgen Popp: Carson McCullers. In: Martin Christadler (Hrsg.): Amerikanische Literatur der Gegenwart in Einzeldarstellungen (= KrĂśners Taschenausgabe. Band 412). KrĂśner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-41201-2, S. 1â21.
⢠Mary V. Dearborn: Carson McCullers : a life, New York : Alfred A. Knopf, 2024, ISBN 978-0-525-52101-3
Weblinks
Commons
: Carson McCullers
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Literatur von und ßber Carson McCullers im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Carson McCullers bei IMDb
⢠Carson McCullers in der Notable Names Database (englisch)
⢠Carson McCullers. In: FemBio. Frauen-Biographieforschung (mit Literaturangaben und Zitaten).
⢠The Carson McCullers Project
⢠Deutsches Kurzporträt
⢠Das dßstere Wunderkind, Zum 100. Geburtstag von Carson McCullers. Beitrag von Manuela Reichart, im Radio SRF 2 Kultur, 17. Februar 2017
Belege
cite-note-11. â Vgl. die Angaben und Belege bei Klaus-JĂźrgen Popp: Carson McCullers. In: Martin Christadler (Hrsg.): Amerikanische Literatur der Gegenwart in Einzeldarstellungen. KrĂśner Verlag, Stuttgart 1972, ISBN 3-520-41201-2, S. 19â21.
cite-note-22. â Vgl. Klaus-JĂźrgen Popp: Carson McCullers. In: Martin Christadler (Hrsg.): Amerikanische Literatur der Gegenwart in Einzeldarstellungen. KrĂśner Verlag, Stuttgart 1972, ISBN 3-520-41201-2, S. 19â21.
cite-note-33. â "Ich habe Annemarie geliebt, und ich war immer ihre ergebene Freundin. Zu meinem Bedauern konnte ich ihr nur selten helfen, ich konnte nur dabeistehen und sie leiden sehen. Annemarie hatte fĂźr das, was ich ihr anbot, keine Verwendung, aber was ich ihr anbot, war mein ganzes Ich." Carson McCullers, Ein Brief an Ruth Landshoff-Yorck (2. Mai 1946). Aus dem Englischen von Claudia Sinnig. In: Sinn und Form 5/2019, S. 581â584. Vgl. dazu auch: Thomas Blubacher: "Der Schock war gewaltig". Carson McCullers schreibt Ruth Landshoff-Yorck Ăźber Annemarie Schwarzenbach. In: Sinn und Form 5/2019, S. 585â590.
cite-note-44. â Website der Columbus State University
cite-note-55. â Vgl. Klaus-JĂźrgen Popp: Carson McCullers. In: Martin Christadler (Hrsg.): Amerikanische Literatur der Gegenwart in Einzeldarstellungen. KrĂśner Verlag, Stuttgart 1972, ISBN 3-520-41201-2, S. 19â21.
cite-note-66. â Members: Carson McCullers. American Academy of Arts and Letters, abgerufen am 13. April 2019.
cite-note-77. â Lebensdaten auf der Website Find a Grave
cite-note-88. â Vgl. detaillierter die Darstellung bei Klaus-JĂźrgen Popp: Carson McCullers. In: Martin Christadler (Hrsg.): Amerikanische Literatur der Gegenwart in Einzeldarstellungen. KrĂśner Verlag, Stuttgart 1972, ISBN 3-520-41201-2, S. 6 ff. und Karl-Heinz SchĂśnfelder und Karl-Heinz Wirzberger: Literatur der USA im Ăberblick ¡ Von den Anfängen bis zur Gegenwart. RĂśderberg Verlag, Frankfurt a. M. 1977, S. 408â410. Ăhnlich die AusfĂźhrungen von Elisabeth Schnack in: Elisabeth Schnack (Hrsg.): Amerikanische Erzähler ¡ Von Scott F. Fitzgerald bis William Goyen. Manesse Verlag 1957, ISBN 3-7175-1010-X, S. 604â606.
cite-note-99. â Vgl. detaillierter die Darstellung bei Klaus-JĂźrgen Popp: Carson McCullers. In: Martin Christadler (Hrsg.): Amerikanische Literatur der Gegenwart in Einzeldarstellungen. KrĂśner Verlag, Stuttgart 1972, ISBN 3-520-41201-2, S. 1â2. Ebenso in kĂźrzerer Form Karl-Heinz SchĂśnfelder und Karl-Heinz Wirzberger: Literatur der USA im Ăberblick ¡ Von den Anfängen bis zur Gegenwart. RĂśderberg Verlag, Frankfurt a. M. 1977, S. 408f. und 464. Vgl. auch Martin Schulze: Geschichte der amerikanischen Literatur ¡ Von den Anfängen bis zur Gegenwart Propyläen Verlag Berlin 1999, ISBN 3-549-05776-8, S. 507 ff.
cite-note-1010. â Vgl. detaillierter die Darstellung bei Klaus-JĂźrgen Popp: Carson McCullers. In: Martin Christadler (Hrsg.): Amerikanische Literatur der Gegenwart in Einzeldarstellungen. KrĂśner Verlag, Stuttgart 1972, ISBN 3-520-41201-2, S. 2â3.
cite-note-1111. â Vgl. eingehender Klaus-JĂźrgen Popp: Carson McCullers. In: Martin Christadler (Hrsg.): Amerikanische Literatur der Gegenwart in Einzeldarstellungen. KrĂśner Verlag, Stuttgart 1972, ISBN 3-520-41201-2, S. 3 ff.
cite-note-1212. â Ihab H. Hassan: Carson McCullers: the aesthetics of love and pain (Radical innocence: The contemporary American novel, Princeton 1961), S. 205â229, hier zitiert nach Klaus-JĂźrgen Popp: Carson McCullers. In: Martin Christadler (Hrsg.): Amerikanische Literatur der Gegenwart in Einzeldarstellungen. KrĂśner Verlag, Stuttgart 1972, ISBN 3-520-41201-2, S. 4f.
cite-note-1313. â Vgl. Klaus-JĂźrgen Popp: Carson McCullers. In: Martin Christadler (Hrsg.): Amerikanische Literatur der Gegenwart in Einzeldarstellungen. KrĂśner Verlag, Stuttgart 1972, ISBN 3-520-41201-2, S. 5 f.
cite-note-1414. â Siehe z. B. die Darstellung bei Klaus-JĂźrgen Popp: Carson McCullers. In: Martin Christadler (Hrsg.): Amerikanische Literatur der Gegenwart in Einzeldarstellungen. KrĂśner Verlag, Stuttgart 1972, ISBN 3-520-41201-2, S. 6 ff. Ebenso Martin Schulze: Geschichte der amerikanischen Literatur ¡ Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Propyläen Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-549-05776-8, S. 507f. Ăhnlich in knapperer Form die AusfĂźhrungen von Elisabeth Schnack in: Elisabeth Schnack (Hrsg.): Amerikanische Erzähler ¡ Von Scott F. Fitzgerald bis William Goyen. Manesse Verlag, 1957, S. 605 f.